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Schlaflexikon

Datum: 26.06.2018

Tropfsteinhöhle oder Frostbeule?

postimage
Jeder Mensch schwitzt. Beim Sport, bei der Arbeit, in der Sonne und auch im Schlaf. Während unserer Nachtruhe können wir bis zu einem halben Liter an Feuchtigkeit verlieren – je nachdem, ob wir eher zur Tropfsteinhöhle oder zur Frostbeule tendieren.

Was können mein Partner, meine Partnerin und ich ändern, damit wir beide wieder besser schlafen können und nicht eine Person die leidtragende ist?

Paaren kann ich nur einen Tipp geben: Wagen Sie den Schritt zu individuellen Lösungen. Matratzen, Kissen und Bettdecken lassen sich an den Körperbau, das Schlafverhalten und das Temperaturempfinden anpassen – und es ist definitiv ausgeschlossen, dass die Voraussetzungen bei beiden identisch sind. Selbst kleinste Nuancen in der Temperaturwahrnehmung können schon einen großen Unterschied bewirken. Dementsprechend gibt es kein Rezept für Zwei.

Wirkt sich das Schwitzen auf meinen Schlaf und meine Gesundheit aus?

Der Mensch verliert im Schlaf Feuchtigkeit inForm von Wasserdampf. Die Feuchtigkeit geht in die Bettdecke über und muss von ihr nach
außen transportiert werden. Denn wenn das nicht geschieht, wird es unter der Bettdecke klamm – und in einem klammen Bett ist ein tiefer, erholsamer Schlaf unmöglich. Oft wacht man dann nachts in regelmäßigen Abständen auf und ist am Morgen völlig gerädert. Ein ungünstiges Mikroklima kann sich aber nicht nur negativ auf den Schlaf, sondern auch auf den Muskel- und Skelettapparat auswirken. Das betrifft insbesondere die Schulter- und Nackenregion. Schwitzen ist genau wie Frieren eine Stresssituation und sollte vermieden werden.

Wie lässt sich Schwitzen und Frieren vermeiden?

Die Lösung steckt buchstäblich in der Bettdecke. Eine gute Bettdecke verhindert unangenehme Feuchtigkeit in der Betthöhle und bietet die Grundlage für einen erholsamen Schlaf.
Vielen ist das gar nicht bewusst, weil sie denken, mit der Wahl der richtigen Matratze sei das Soll erfüllt. Doch die Bettdecke ist zum Großteil für das Klima verantwortlich und stellt damit einen wesentlichen Faktor für einen gesunden Schlaf dar. Die optimale Bettdecke für den Winter spendet Wärme, während die für den Sommer für eine stärkere Luftzirkulation sorgt. Deshalb sollte man auch über mindestens zwei Bettdecken verfügen, da sich die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten auch im Schlafzimmer bemerkbar machen.

Was zeichnet die perfekte Bettdecke aus?

Man kann von keiner Bettdecke pauschal behaupten, dass sie perfekt ist – auch wenn in der Werbung gerne mit solchen Versprechen geworben wird. Wichtig ist ausschließlich, dass sie individuell auf die Schlafgewohnheiten des Menschen angepasst ist. Erst wenn sie die Wünsche des Körpers berücksichtigt und für einen tiefen Schlaf sorgt, ist sie perfekt.
Für andere kann sie hingegen wieder die völlig falsche Lösung sein. Deshalb sollte man beim Kauf immer darauf achten, dass sich das Fachpersonal genügend Zeit nimmt und nach den individuellen Schlafgewohnheiten fragt. 
Wir führen wir mit unseren Kundinnen und Kunden Wärmebedarfsanalysen durch – so können wir ihr Temperaturempfinden ermitteln und ihnen eine perfekt angepasste Bettdecke für einen gesunden und erholsamen Schlaf anbieten.

Mit ausgeschlafenen Grüßen
Stephan Schulze-Aissen

Öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter für Bettwaren